Pencil Tube Preamp Projekt

RIAA - VV
Prototyp mit der ersten Platinenversion

Innenansicht , noch ohne Netzteil
Die Idee zu diesem Verstärker entstand bereits in den 80er Jahren , als ich für ein paar Mark eine Riesenschachtel mit diesen Subminiaturröhren auf einem Flohmarkt erwarb . Damals , ohne Internet , war es noch schwierig für diese Röhren an Daten , geschweige denn Schaltungen zu kommen . Das Projekt lag also einige Jahre in der Warteschleife , ich hatte nur einmal mit der 6111 eine Linestufe testhalber aufgebaut und mich über die gute Rechteckwiedergabe und den geringen Klirrfaktor gefreut . Irgendwann in den letzten Jahren sprach ich mit meinem Freund über diese kleinen Dinger und ihm fiel ein , daß er auf den Internetseiten von Tubecad etwas mit diesen Röhren gesehen hatte und nach einigen Abwandlungen der Originalschaltung präsentierte er mir eines Tages einen fertigen Entwurf . Mittlerweile waren auch einige bekannte Hersteller in England auf diese Röhren gekommen und ein deutscher Hersteller von "High - End" Geräten verwendete die 6111 in einem CD - Player . So schlecht konnte meine mittlerweile 20 Jahre alte Idee also nicht sein . Da sich nun auch einige Freunde und Bekannte die nicht selber basteln , für diesen Verstärker interessierten , beschloss ich aus ergonomischen Gründen , eine Platine dafür zu entwerfen . Da ich alle mir bekannten Platinenprogramme umständlich finde , geschah dies per Hand und Kopf mit Bleistift und Radierer . Als die erste Versuchsplatine auf Anhieb lief , fielen uns noch diverse Verbesserungen und Änderungen ein , sodaß das endgültige Layout schließlich die 5. Version war .

Platine von unten , die Lötpunkte auf der rechten Seite sind für verschiedene Hochvoltelkos vorgesehen , der eigentliche Verstärkerteil ist komplett spiegelbildlich angeordnet .

Hier nun das Schaltbild , wer die seltenere 7963 bekommt , kann sie mit den Werten in Klammern verwenden . Die Potis dienen dazu , die optimale Kanalsymmetrie einzustellen , wer will , kann sie auch weglassen , die Systeme sind bei den meisten dieser Röhren identisch . Das Lautstärkepoti ist ein 100 k Alps oder ein Stufenschalter . Da kann jeder verwenden , was ihm am meisten zusagt . Auf der Platine ist Platz für diverse Koppelko´s , die "Vodooisten" haben also genug Platz zum Spielen . Die Röhren werden direkt eingelötet , wenn man das Glück hat , welche mit ungekürzten Drähten zu bekommen . Wenn man Lötstifte vorsieht , ist ein Röhrenwechsel ohne Platinenausbau natürlich einfacher . Da ich sehr viele mit kurzen Drähten habe , hatte ich in einigen Versionen Steckfassungen vorgesehen . Die Kühlsterne dienen zur Wärmeabfuhr , es gibt auch Spezialfassungen mit Kühlklammern .

Platinenentwurf , Lötseite , das Netzteil habe ich bewußt weggelassen , weil da doch jeder seine eigenen Vorstellungen hat . Es muß für die Anodenversorgung 180 - 200 Volt bei 35 - 40 mA können , für die Heizung sind es 6 , 3 Volt bei ca. 1 A .

Bestückung , Bauteilseite

Die endgültige Platine mit Stromversorgung und montierten Kühlkörpern von unten

Detailfoto mit Kühlstern und Symmetriertrimmer , die Fassung ist mit kurzen Drahtstücken eingelötet


Rückwanddetails mit Umschalter Mini - Tuchel auf Cinch für den Übertragereingang . Ich mag die Cinchbuchsen nicht , verwende sie nur , wegen der Kompatibilität . Selbst hochwertige Versionen machen dauernd Kontaktprobleme , welches die Tuchelverbindungen nicht kennen , nicht umsonst wurden sie in alten Profigeräten verwendet .

Rückwand mit 1 : 30 Übertragern und besagtem Umschalter für die Tuchelbuchse , mein EMT 927 ist komplett symmetrisch verkabelt .

Links 1. Version , rechts die endgültige Platine , noch ohne Röhren

Mini - RIAA als Drahtverhau auf Tektronix Lötleisten und Spezialfassungen mit Abschirmung und gleichzeitiger Kühlung .

Kleiner geht es kaum !

Gesamtansicht , der 9 Volt - Block dient zum Größenvergleich

Ansicht der Buchsenleiste , es ist ein RIAA - Eingang und einer für CD o.ä. vorgesehen , der Anschluß des externen Netzteils fehlt noch .
